5G Frequenzversteigerung – Bald vier Netzanbieter

Nach langem Hin und Her und 497 Gebotsrunden wurden die Frequenzen, die für den Ausbau des 5G-Netzes relevant sind, versteigert. 6,5 Milliarden Euro brachte die 5G-Versteigerung in die Staatskasse.

Ganze 12 Wochen dauerte die Vergabe der begehrten 5G-Lizenzen. Neben den üblichen Mitsteigern Vodafone, deutsche Telekom und Telefónica/ O2 trat zum ersten Mal auch 1&1 Drillisch in den Bietring.

Die deutsche Telekom investiert 2,17 Milliarden Euro in 5G-Lizenzen. Vodafone folgt mit 1,9 Milliarden Euro. 1,4 Milliarden Euro investiert die Telefónica in 5G-Frequenzen und Neuling United Internet mit Tochtergesellschaft 1&1 gibt 1,1 Milliarden Euro aus. Insgesamt 6,5 Milliarden Euro. Geschätzt wurde vorab eine Gesamtsumme von 5 Milliarden Euro.

5G-Versteigerung beendet – Und nun?

Das ersteigerte Geld soll in die Digitalisierung fließen. Dazu zählen weiterhin der Ausbau von Glasfaserkabel sowie digitaler Medien in Schulen.

Vor allem die Industrie interessiert sich für einen schnellen Ausbau, da 5G um ein vielfaches schneller ist als aktuell 4G und das beinahe ohne Verzögerung. Etwa ein Viertel der verfügbaren Lizenzen wurden daher gar nicht erst versteigert und sollen direkt an die Industrie verkauft werden.

Nicht nur der rasante Datentransfer ist ein Pluspunkt für den schnellen Ausbau von 5G, sondern auch der Sicherheitsaspekt, da mit 5G-Frequenzen Daten grundsätzlich mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versendet werden.

Aktuell fordern Politiker eine Eindämmung dieser Datensicherheit. Ob und wie weit sich Horst Seehofer und Co. durchsetzen können, bleibt offen.

Quelle: Tagesschau, Handelsblatt


arrow_upward share