Forensiker verrät, wie US-Behörden iPhones hacken

Ein amerikanischer Polizei-Forensiker verrät, dass es zum iPhones hacken mittlerweile Tools gibt, welche die iOS-Sicherheitscodes knacken können. Damit sei es den Behörden ein Leichtes an persönliche Daten zu kommen. Einige Android-Smartphones bieten hingegen mehr Widerstand.

Das iPhone genießt seit jeher den Ruf, unknackbar zu sein und deshalb Nutzerdaten besonders gut zu schützen. Das liegt vor allem daran, dass Apple viel Wert darauf legt mit seinen Produkten ein geschlossenes Ökosystem aufzubauen, das sowohl Drittanbieter als auch Hacker und Strafverfolgungsbehörden ausschließt. Um die Abschottung zu wahren, weigerte sich das Unternehmen sogar die Forderung, für die US-Behörden eine Hintertür in iOS und die iCloud einzubauen, umzusetzen. Einem aktuellen Vice-Bericht zufolge ist die US-Regierung aber auch gar nicht mehr auf Apples Zustimmung und Hilfe angewiesen. Der Polizei-Forensiker Rex Kiser erklärt, dass er mit Hilfe eines Hacking-Tools an die persönlichen Daten fast aller iPhone-Modelle herankommt.

iPhones hacken, ist für die US-Behörden kein Problem mehr

Im Interview verrät der Forensiker, dass die Regierungsbehörden mit dem Unternehmen Cellebrite zusammenarbeiten, das ein Hacker-Tool entwickelt hat, mit dem im Grunde jedes iPhone geknackt werden kann. Gar kein Problem stellen die Modelle von iPhone 3G bis zum iPhone X dar, doch selbst aus neueren Geräten wie dem iPhone 11 Pro Max konnten die Beamten gezielt Nutzerdaten extrahieren. Die Strafverfolgungsbehörden haben dank des Hacker-Tools freien Zugriff auf die Social Media Profile, können Kontakte und Anrufprotokolle einsehen, Nachrichten mitlesen und sogar die Position des Nutzers via GPS orten. So identifizieren sie Straftäter leichter und machen sie ausfindig.

Android-Handys seien schwerer zu hacken

Polizei-Forensiker Kiser verrät, dass viele Android-Handys mittlerweile deutlich schwerer zu hacken sind als iPhones. Vor gut einem Jahr waren Apples Smartphones noch unknackbar gewesen, doch mit dem neuen Cellebrite-Tool hat sich die Lage verändert. Dieses schaffte es nämlich beispielsweise nicht, die Social-Media-Daten des Google Pixel 2 auszulesen. Auch das Samsung Galaxy S9 ließ sich nicht manipulieren und das Huawei P20 Pro verweigerte den Behörden sogar jeglichen Zugriff. Allgemein unknackbar sind Android-Handys deshalb aber nicht. Laut dem Polizei-Forensiker Kiser brauchen die Behörden in der Regel nur länger und müssen mehr Aufwand investieren.

Quellen: Vice, phoneArena, xdadevelopers


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