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Vodafone bringt LTE in ländliche Regionen. 50 westdeutsche Gemeinden sollen 2019 mithilfe von Beamforming schneller surfen. Die Technologie setzt auf winzige Antennen, die Funksignale bündeln.

Die Probleme sind im politischen Berlin längst bekannt. Netzversorgung, Funklöcher, Breitbandausbau, 5G – Der Standort Deutschland hat großen Nachholbedarf im Mobilfunkbereich. Zwar gehören die Digitalisierung und der flächendeckende Netzausbau zu den dringendsten Projekten der Koalition, aber die Umsetzung kommt schleppend voran. Wirkliche Erfolgserlebnisse lassen bisher auf sich warten. Geht es darum, die digitalpolitischen Herausforderungen zu meistern, tun sich Politik und Wirtschaft bisher schwer. Jetzt prescht der Mobilfunkanbieter Vodafone vor. Mit einer neuartigen Technologie will der britische Konzern Funklöcher stopfen und das schnelle Internet schrittweise in ländliche Regionen bringen. Beamforming heißt das neue Wundermittel und startet seinen Testlauf in 50 nordrheinwestfälischen Gemeinden. Es handelt sich dabei um eine DSL-Alternative, die auf LTE- und Funkwellen-Basis funktioniert und in der Lage sein soll, bisherige Netz-Kapazitäten um das Fünffache zu steigern.

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In der Pressemitteilung zum Testlauf verspricht der Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter via Beamforming die Netzversorgung „in den Haushalten und auf der Straße“ zu verbessern. LTE und Internetzugang auf Breitband-Niveau sollen auch in Gegenden mit schwacher Infrastruktur Wirklichkeit werden. Durch den Einsatz der Funkwellen-Technologie könnten Haushalte von einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde profitieren. Smartphone-User sollen indes ohne Einschränkungen gleichzeitig auf das schnelle LTE-Netz zugreifen.

Was ist Beamforming?

Beamforming ist eine Übertragungsmethode, die auf bestehende Infrastrukturen und intelligente Antennen setzt um Funksignale zu bündeln und so die Bandbreite zu erhöhen. Egal ob DSL-Anschlüsse oder Mobilfunk – Mithilfe der neuartigen Technik sollen verfügbare Mobilfunkmasten angezapft und LTE-Kapazitäten verfünffacht werden. Das geschieht über 128 smarte Antennen, die jederzeit die beste Luftschnittstelle ausfindig machen und Kunden ohne Umwege erreichen. Dafür müssen die Antennen lediglich speziell angeordnet sein. Auf diese Weise habe Vodafone künftig vor, sowohl die ländlichen Gebiete aufzurüsten, als auch Großveranstaltungen mit schnellem Netz zu versorgen. Tausende Menschen könnten in dem Fall gleichzeitig ihre Handys zücken und im schnellen Netz surfen. Der Ansatz klingt vielversprechend. Denn der Netzbetreiber geht zum einem energiesparend vor. Zum anderen holt Vodafone das beste aus der bestehenden Infrastruktur heraus.

Quelle: vodafone.deonlinekosten.de.

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