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Internationale Studie bescheinigt der „Generation Smartphone“ in Deutschland mäßige Computer-Kompetenzen. Die repräsentative Erhebung unter Achtklässlern kommt zum Schluss, dass deutsche Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich zwar fit am Handy sind, aber im Umgang mit dem PC nur Mittelmaß bleiben.

Das Bundesbildungsministerium und die Kultusministerkonferenz stellen die international vergleichende Studie International Computer and Information Literacy Study (ICILS) vor, die sich mit Computer-Kompetenzen der „Generation Smartphone“ befasst und zum wenig schmeichelhaften Ergebnis kommt. Deutsche Schülerinnen und Schülern verfügten, so eine der Kernaussagen der repräsentativen Erhebung, lediglich über rudimentäre Kenntnisse in Sachen PC-Fertigkeiten und bilden im internationalen Vergleich nur ein Mittelmaß.

Deutschland ist bereits zum zweiten Mal Teil der renommierten ICILS-Studie, an der sich weltweit zahlreiche wissenschaftliche Institute und Universitäten beteiligen. Im Jahr 2013 testeten Bildungsforscher erstmalig Schülerinnen und Schüler aller Bundesländer und befragten zudem Lehrer, um die Computer-Kenntnisse in deutschen Klassenzimmern zu eruieren. Bereits damals stellte sich heraus, dass die „Generation Smartphone“ zwar scrollen swipen oder chatten kann, darüber hinaus jedoch die digitalen Kompetenzen stark verbesserungswürdig seien.

„Generation Smartphone“: Jeder Dritte hat nur rudimentäre Computer-Kenntnisse

Im zweiten Anlauf sieht es nun nicht viel anderes aus. In der ersten Jahreshälfte 2018 nahmen 3655 Achtklässler und 2386 Lehrer an der Studie Teil. Die Schüler durften unter anderem Texte und Grafiken bearbeiten, Präsentationen erstellen oder im Internet recherchieren, um ihr Wissen und ihre computer- und informationsbezogenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dabei stellte sich heraus, dass in Deutschlands Schulen kaum Fortschritte zum Test-Jahr 2013 erzielt wurden. Dem Digitalpakt zwischen Regierung, Ländern und Schulen zum Trotz hat sich an den Schwachstellen wenig getan. Jeder dritte Schüler weist kaum mehr als rudimentäre Kenntnisse wie etwa E-Mail-Anhang öffnen oder Kopieren und Einfügen auf.

Besonders besorgniserregend sei laut der Leiterin der Studie Prof. Dr. Birgit Eickelmann, dass die soziale Herkunft weiterhin das entscheidende Kriterium für den Erfolg bildet. „Dass der Geldbeutel der Eltern entscheidet, ob man in der digitalen Welt mithalten kann oder nicht, ob man merkt, was im Internet Propaganda ist und was nicht – da hat man Sorge, was die Stabilität der Gesellschaft angeht“, so Eickelmann. Die Forschung hat gesprochen, nun ist einmal mehr die Politik dran.

Quelle: t3n.

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