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Eine unglaubliche Solidaritätswelle aus dem eigenen Land beflügelt Huawei im Kampf um die Marktherrschaft. Die US-Sanktionen haben dem Hersteller im Westen geschadet, dafür hat sich aber der Absatz in China fast verdoppelt.

Der Trubel um Huawei hört nicht auf. Das Unternehmen steht nach wie vor im Zentrum des Handelskrieges zwischen den USA und China und hat aufgrund der US-Sanktionen aktuell einen schweren Stand im Westen. Der deshalb prognostizierte Absturz am Markt ist jedoch nicht eingetreten. Der Grund: Huaweis Geschäft im eigenen Land boomt wie nie zuvor.

Huawei verdrängt Konkurrenten aus China

Das Marktforschungsunternehmen canalys hat eine überraschende Entwicklung auf dem chinesischen Markt beobachtet. Huawei hat seinen Marktanteil in China innerhalb eines Jahres um satte 66 Prozent erhöht. Mit einem Anteil von 42,2 Prozent tragen fast die Hälfte aller im Reich der Mitte verkauften Smartphones das rote Logo des Herstellers. Im dritten Quartal 2018 verkaufte Huawei rund 25 Millionen Handys im eigenen Land. Im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es 41,5 Millionen.

Der enorme Zuwachs bei Huawei macht sich auch bei der Konkurrenz bemerkbar. Ausnahmslos alle Hersteller haben große Verluste zu verbuchen. Xiaomi verlor rund 33 Prozent seiner chinesischen Marktanteile. Apple büßte ganze 28 Prozent ein, Vivo machte ein Minus von 23 Prozent und auch Oppo musste einen Verlust von 20 Prozent hinnehmen.

Huawei stärkt seine Verhandlungsposition

Der starke Zuwachs in China und die damit verbundenen Gewinne stärken Huaweis Position auf dem Weltmarkt. Die Analysten von canalys gehen davon aus, dass das vor allem bei den 5G-Verhandlungen eine wichtige Rolle spielen wird. Denn zuletzt haben die US-Sanktionen und die damit verbundenen Spionage-Vorwürfe dazu geführt, dass sich viele westliche Länder in Sachen 5G-Ausbau gegen eine Zusammenarbeit mit Huawei ausgesprochen haben.

Quelle: canalys

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