Huawei Mate Xs vorgestellt – Die zweite Generation des Faltsmartphones

Bereits im Sommer letzten Jahres sollte das Huawei Mate X released werden. Der Marktstart verzögerte sich aber, aufgrund erheblicher technischer Mängel, immer wieder. Das Falthandy kam letztendlich nur in Huaweis Heimatland China in die Läden. Nun wurde auf einem Event in Barcelona der Nachfolger Huawei Mate Xs vorgestellt, das im März auch weltweit in den Handel kommen soll.

Rein optisch unterschiedet sich das Huawei Mate Xs nicht wesentlich von seinem Vorgänger, technisch hat der chinesische Hersteller jedoch einige Features überarbeitet und verbessert. Im Gegensatz zu den Foldables von Samsung befindet sich das Display im zusammengeklappten Zustand auf der Außenseite. Es stehen so zwei Smartphonebildschirme mit 6,6 und 6,4 Zoll zur Verfügung. Die Multi-Window-Funktion sorgt dafür, dass Apps auf jeder Bildhälfte parallel ausgeführt werden. Eine dritte Anwendung lässt sich zusätzlich in einem separaten Fenster öffnen. Voll entfaltet kommt das OLED-Display auf 8 Zoll Bildschirmdiagonale. Nachdem besonders der Faltmechanismus beim Vorgängermodell für große Probleme sorgte, wurde er beim Huawei Mate Xs noch einmal gründlich in Bezug auf die Scharniertechnik und die verwendeten Materialien überarbeitet. Auch gegen das Eindringen von Schmutz soll das Huawei Mate Xs besser geschützt sein als sein Vorgänger.

Im Innern werkelt nun Huaweis brandneuer Kirin 990 Octa-Core Prozessor mit integriertem 5G-Modem, der Ende 2019 vorgestellt wurde. Ihm stehen 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Der interne Speicherplatz beläuft sich auf 512 GB. Er lässt sich mit der hauseigenen Speicherkarte, der NM-Card, zusätzlich erweitern. Der 4.500-mAh-Akku lässt sich mit einem 55-Watt-Netzteil in kürzester Zeit aufladen. Die Kamera des Huawei Mate Xs ist identisch mit der des Vorgängermodells. Die Quadkamera mit 40-MP-Haupt-, 16-MP-Weitwinkel- und 8-MP-Telesensor wird von einem ToF-Sensor abgerundet. Eine Frontkamera gibt es nicht. Softwareseitig ist die lizenzfreie Android-Version AOSP und Huaweis Benutzeroberfläche EMUI installiert. Ein Wermutstropfen findet sich so beim Huawei Mate Xs: Alle Google-Dienste wie Maps oder Mail sowie der Google Play Store werden, wie bei allen neuen Huawei-Smartphones, nicht vorhanden sein. Stattdessen steht die AppGallery von Huawei zur Verfügung. Ihr App-Angebot ist bislang noch nicht sehr umfangreich. Der Verkaufsstart des neuen Falthandys ist für Mitte März angesetzt, der Preis soll bei stolzen 2.499 Euro liegen.

Quellen: inside digital, connect


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