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Xiaomis 3D-Emojis sorgen für Ärger. Der Grund – Die animierten Mimojis des kürzlich vorgestellten Xiaomi Mi CC9 erinnern dem Namen und der Optik nach stark an Apples Memojis. Wer den Apple-Vergleich aber anstellt, dem droht der Handyhersteller inzwischen Rechtsschritte an.

Der chinesische Handyhersteller Xiaomi hat letzte Woche ein neues Smartphone vorgestellt. Das Xiaomi Mi CC9 ist ein starkes Einsteiger-Modell, das für umgerechnet 160 bis 340 Euro eine souveräne Leistung bietet. Die Performance des Smartphones ist aber schnell in den Hintergrund geraten, weil ein AR-Feature derzeit für Schlagzeilen sorgt. Xiaomis 3D-Emojis, auf den Namen Mimoji getauft, sehen Apples Pendant, den Memoji, verblüffend ähnlich. Das ist auch der Tech-Community nicht entgangen, weshalb sich nach der Vorstellung des Mi CC9 auf Twitter und auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo umgehend Spot breitmachte.

Jetzt reagiert der Handyhersteller mit einer kuriosen Pressemitteilung. Das Unternehmen weist alle Vorwürfe von sich und droht bei weiteren Kopie-Anschuldigungen rechtliche Schritte gegen Weibo-Nutzer an. Die Pressemitteilung ist lediglich auf Chinesisch veröffentlicht, jedoch haben die Tech-Blogger von Gizmochina einen Blick auf den Text geworfen. Laut den Bloggern behauptet der Handyhersteller interne Tests durchgeführt zu haben, um den Plagiatsvorwürfen sorgfältig auf den Grund zu gehen. Die Experten seien in dem Prozess zu dem Ergebnis gekommen, dass keinerlei Ähnlichkeit bestünde. Das Unternehmen lädt des Weiteren alle Weibo-User ein, bei den Ermittlungen zu helfen. Sollte ein Beweis vorliegen, dass Xiaomis 3D-Emojis Apples Memojis nachempfunden seien, würde sich das Unternehmen entschuldigen. Wer aber ohne Beweise Plagiatsgerüchte verbreite, könne mit Klagen rechnen.

Xiaomis 3D-Emojis: Das steckt technisch hinter den Mimojis

3D-Emojis sind persönliche AR-Avatare, die sich mithilfe der Selfie-Kamera erstellen und animieren lassen. Bei Xiaomi stehen diesen Avataren über 160 Frisuren, Gesichter und Gegenstände zur Verfügung, um das technisch verfremdete Selbst so individuell wie möglich zu gestalten. Was die Funktionsweise betrifft, folgen Xiaomis Mimojis einem ähnlichen Prinzip wie die 3D-Emojis der Konkurrenz. Ob Huaweis Qmojis, Samsungs AR-Emojis, Oppos Omojis oder Apples Memojis – sie alle lassen die Frontkamera ein Gesichtsscann anfertigen, wobei eine herstellerspezifische Software dafür sorgt, dass aus dem Scan ein animierter Avatar entsteht. Die Technik ist es daher auch nicht, die für Aufsehen sorgt, sondern die stilistische Ähnlichkeit mit den Memojis von Apple.

Quelle: computerbild.de, Gizmochina.

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