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Apple und Google beugen sich dem öffentlichen Druck und stellen die menschliche Auswertung von Siri- und Google-Assistant-Gesprächen vorerst ein. Zukünftig sollen Nutzer die Wahl haben, ob sie ihre Gespräche zur Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit aufzeichnen lassen wollen.

Die Empörung war groß, als vor kurzem bekannt wurde, dass mit der Sprachassistentin Siri aufgenommene Gespräche von Apple-Mitarbeitern abgehört und ausgewertet werden. Denn wie unter anderem The Guardian berichtet, sollen darunter sogar Arzt- und Geschäftsgespräche sowie gesetzeswidrige Aktivitäten und Mitschnitte aus den Schlafzimmern der Nutzer angehört worden sein. Doch nicht nur Apples Siri steht in der Kritik. Auch Google hat mit dem Google Assistant aufgenommene Gespräche von seinen Mitarbeitern auswerten lassen.

Apple und Google stellen die Analyse ein

Google gab gestern bekannt die Google-Assistant-Auswertung durch Menschen vorerst einzustellen. Dies gilt allerdings nur für die europäischen Kunden. Heute hat Apple Stellung bezogen: Der iPhone-Hersteller verspricht, die Analyse der Aufnahmen vorerst auszusetzen. In einem Statement versichert Apple weiterhin ein „großartiges Siri-Erlebnis zu bieten und dabei die Privatsphäre der Nutzer zu wahren“. In einem zukünftigen Update soll der Nutzer gefragt werden, ob er seine Gespräche zur Qualitätsverbesserung freigeben will.

Trotz dieses Versprechens ist nicht klar, ob Apple auch weiterhin ohne Wahloption Gespräche aufzeichnet und speichert. Denn bis dato werden alle Siri-Anfragen für mindestens sechs Monate auf den Apple-Servern gespeichert. Da der Hersteller im Statement nicht darauf eingeht, ist davon auszugehen, dass der Nutzer hier weiterhin kein Mitspracherecht hat, wenn er von der Sprachassistentin Siri Gebrauch macht.

Quelle: apfeltalk, The Guardian

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