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Quartalzahlen belegen Huaweis kometenhaften Aufstieg zum zweitgrößten Smartphone-Hersteller: Während die gesamte Branche eher strauchelt, trotzt der chinesische Handygigant dem Trend und baut seinen Vorsprung auf Apple weiter aus. Nächste Hürde: Branchenprimus Samsung einholen.

Apple ist geschlagen und Platzhirsch Samsung in Reichweite: Huawei steigert im ersten Quartal 2019 erneut seine Absätze und erreicht inzwischen einen Marktanteil von 19 Prozent. Das belegen jüngste Zahlen des Marktforschungsinstituts IDC. Damit zementiert der chinesische Handyriese seine Position als zweitgrößter Smartphone-Hersteller und vergrößert den Abstand zur Konkurrenz aus Cupertino. Laut den Experten legte Huawei bei den Verkäufen ordentlich zu: Setzten die Chinesen Anfang 2018 noch 39,3 Millionen Geräte ab, sind es Anfang 2019 bereits 59,1 Millionen verkaufte Smartphones. Und während Huawei unentwegt wächst, haben Apple und Samsung mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen. Die Grafik des Online-Portals für Statistik (Statista) zeigt diesen Trend eindrücklich.

Infografik: Huawei zieht an Apple vorbei | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Game of Phones: Stößt Huawei bald Samsung vom Thron?

Während Huawei immer mehr am Boden gewinnt, verzeichnet der Branchenführer aus Südkorea signifikante Markteinbußen. Anfang 2018 verkaufte Samsung 78,2 Millionen Geräte, im ersten Quartal 2019 sind es noch 71,9 Millionen. Das ist ein Absatzverlust von 8 Prozent. Damit bleibt den IDC-Analysten zufolge Samsung weiterhin Branchenprimus, hält der Hersteller doch immer noch einen Marktanteil von etwa 23 Prozent. Dennoch: Der Abstand zu Huawei schrumpft und es ist keine Änderung in Sicht.

Viel dramatischer aber trifft es den ehemaligen Platzhirschen Apple. Hier sind die Absatzverluste laut IDC-Schätzungen noch gravierender. Zwar veröffentlicht der Konzern offiziell keine Verkaufszahlen für sein Zugpferd, das iPhone, nichtsdestotrotz haben die Profis einen recht guten Überblick über die Marktentwicklung und rechnen mit ca. 30 prozentigen Absatzeinbußen im Smartphone-Segment. So sollen Apples Verkäufe von 52,2 Millionen Geräten im ersten Quartal 2018 auf etwa 36 bis 43 Millionen verkaufte iPhones Anfang 2019 geschrumpft sein.

Als eine der Hauptursachen für den allgemeinen Abwärtsspirale gilt die längere Nutzungszeit im kostspieligen Premium-Segment. Das trifft Apple besonders hart, denn vor allem iPhone-User behalten ihr Gerät inzwischen länger: Beträgt der durchschnittliche Nutzungszyklus für Android-Smartphones etwa 30 Monate, liegt die Nutzungsdauer für Apple-Modelle bei etwa 36 Monaten.

Ob Innovationen wie das faltbare Smartphone oder das 5G Handy diese Entwicklung auffangen können, lässt sich schwer einschätzen. Spannend bleibt es auf dem Verdrängungsmarkt alle Male.

Quelle: t3n, chip.de

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