Von US-Gnaden: Ausnahmeregelung für Huawei wird verlängert

Im Streit zwischen Huawei und der US-Regierung geht es weiter wie bisher. Das US-Handelsministerium gewährt dem Handyhersteller und seinen Handelspartnern eine weitere Verlängerung der Ausnahmefrist bis zum 6. Februar 2020.

Im Westen nichts Neues: Das Machtspiel zwischen dem chinesischen Handyriesen und der US-Regierung scheint sich auf dem Status Quo eingependelt zu haben. Das US-amerikanische Handelsministerium hat sich nämlich gestern dazu durchgerungen, die seit dem 16. November gültige Ausnahmeregelung für den Handel mit dem chinesischen Mobilfunk-Konzern ein weiteres Mal zu verlängern. Das heißt, dass US-Unternehmen wie Google, die vor dem 15. Mai 2019 Lizenzvereinbarungen mit Huawei abgeschlossen haben, ihre Verträge einhalten und weiterhin Geschäfte mit den Chinesen machen können. Der neue Aufschub endet am 6. Februar 2020. Wie es danach weitergehen soll, steht wie bisher auch in den Sternen.

Für die Besitzer von Huawei-Smartphones ist es eine gute Nachricht, denn damit müssen sie sich weitere drei Monate keine Sorgen um Android-Updates machen.

Huawei vs. USA: Eine Tragödie in drei Akten

Das US-Handelsembargo wurde Anfang des Jahres auf Betreiben des US-Präsidenten Donald Trump verhängt und untersagt amerikanischen Konzernen Handel mit chinesischen Unternehmen zu treiben, die sich auf einer Blacklist befinden. Huawei steht sich auf dieser Liste, weshalb der Internet-Gigant Google die Zusammenarbeit mit dem Handyhersteller unfreiwillig beendete. Die Entscheidung hatte weitreichende Folgen für alle Besitzer von Huawei-Handys, die damit um den Zugang zu Android- Apps und Updates fürchten mussten. Die US-Regierung lockerte im Anschluss den Handelsstopp und gewährte für bestehende Vereinbarungen eine Gnadenfrist. Diese wird seither immer wieder um ein paar Monate verlängert. Einen Plan zur Lösung der Streitigkeiten scheinen bisher weder die US- noch die chinesische Regierung zu haben. Wir können uns also darauf einstellen, dass das Kräftemessen weitergeht.

Quelle: t3n.


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